AI-Songs werden endlich aus den Charts verbannt: Australien zeigt die Bedingungen für "von Menschen gemachte Musik"
時事25.08.2026

AI-Songs werden endlich aus den Charts verbannt: Australien zeigt die Bedingungen für "von Menschen gemachte Musik"

Wenn wir Musik hören und denken, "das ist ein gutes Lied", könnten wir es immer noch genauso bewerten, wenn wir erfahren, dass der Sänger nicht real ist?

Durch die rasante Entwicklung von generativer KI wird diese Frage nicht mehr nur hypothetisch, sondern stellt sich real im Musikgeschäft.

Der australische Musikbranchenverband Australian Recording Industry Association (ARIA) hat eine neue Regel eingeführt, die Songs, deren Hauptteile durch generative KI erstellt wurden, von den offiziellen Charts ausschließt.

Wichtig ist, dass dies keine einfache Entscheidung ist, Musik, die KI verwendet, zu verbieten.

ARIA zieht die Grenze nicht bei der Nutzung von KI als Werkzeug, sondern ob menschliche Kreativität im Zentrum des Werkes steht.

Dieser Unterschied könnte auch für die japanische Musikindustrie in Zukunft von großer Bedeutung sein.


AI-Songs verschwinden aus den Charts

Nach der neuen Denkweise von ARIA wird ein Werk als "AI-Generated" eingestuft, wenn generative KI den gesamten oder den Hauptteil des kreativen Prozesses erzeugt hat.

Beispiele dafür sind Songs, bei denen die Lead-Vocals von KI generiert wurden, wichtige Instrumentalparts von KI erstellt wurden oder das gesamte Werk fast vollständig durch Eingabe von Prompts entstanden ist.

Andererseits werden Werke, bei denen Menschen im Zentrum des Schreibens, Komponierens, Spielens und Singens stehen und generative KI nur in einem Teil des Prozesses genutzt wird, als "AI-Assisted" behandelt.

Das bedeutet, dass es kein System ist, das alle Musik, die KI nutzt, pauschal ausschließt, einschließlich KI-gestützter Rauschunterdrückung oder Klangverbesserung. ARIA will nicht "Musik ohne KI" schützen, sondern "von Menschen geschaffene Musik".

Dies wird auch für die gesamte kreative Industrie in Zukunft ein wichtiger Denkansatz sein.

In allen Bereichen, sei es Illustrationen mit Bildgenerierungs-KI, Romane mit Textgenerierungs-KI oder bearbeitete Videos mit KI, wird es zunehmend unmöglich, Werke nur danach zu klassifizieren, ob KI verwendet wurde oder nicht.

Das Problem verlagert sich darauf, wer letztendlich die kreativen Entscheidungen trifft und wessen Wille oder Ausdruck in dem Werk reflektiert wird.


Der Auslöser: "Like a Prayer"

Ein Ereignis, das die Regeländerung symbolisiert, war das Cover des berühmten Madonna-Songs "Like a Prayer" durch den australischen DJ und Musikproduzenten Josh Fawaz.

Der Song wurde in Australien häufig im Radio gespielt und war im Juli 2026 das meistgespielte Lied im nationalen Radio-Airplay.

Er erreichte auch hohe Platzierungen in mehreren ARIA-Charts und wurde in Australien ein großer Hit.

Doch mit zunehmender Popularität des Songs tauchte in sozialen Medien und in der Musikindustrie die Frage auf: "Wer singt das eigentlich?"

Später wurde auf Spotify vermerkt, dass die Vocals und das Schlagzeug durch generative KI erstellt wurden. Das bedeutet, dass wesentliche Teile der Stimme, die viele Hörer für eine menschliche Performance hielten, von KI erzeugt wurden.

Das Problem, das dieses Ereignis aufwarf, war nicht nur eine Frage der Klangqualität oder Technik.

Es ging um die grundlegende Frage der Fairness: "Ist es gerecht, menschliche Künstler und KI-generierte Werke in denselben Rankings konkurrieren zu lassen?"

Traditionell waren Hit-Charts nicht nur ein Indikator für die "meistgehörte Musik in der Gesellschaft", sondern auch eine Bühne zur Bewertung der Leistungen von Künstlern, Textern, Komponisten, Musikern und Produzenten.

Wenn jedoch KI, die in wenigen Minuten oder Stunden massenhaft Werke generieren kann, in denselben Wettbewerb eintritt, wird der traditionelle Sinn von "Ranking menschlicher kreativer Aktivitäten" in Frage gestellt.


90.000 Songs pro Tag – AI-Musik hat die "Experimentierphase" bereits überschritten

Der Grund, warum die Diskussion um AI-Musik schnell an Realität gewinnt, liegt in der Menge des Angebots.

Der Musik-Streaming-Dienst Deezer gab im Juli 2026 bekannt, dass täglich etwa 90.000 Songs, die als vollständig AI-generiert gelten, hochgeladen werden, und dass sie zu Spitzenzeiten über 50 % der neu hochgeladenen Songs ausmachen.

Es ist nicht mehr die Phase, in der "AI-Musik in Zukunft zunehmen könnte".

Auf einigen Plattformen gibt es bereits Tage, an denen mehr als die Hälfte der neu eingestellten Songs von AI stammen.

Allerdings gibt es auch interessante Zahlen.

Laut Deezer machen AI-generierte Songs nur etwa 1-3 % der tatsächlichen Gesamtwiedergaben aus. Außerdem wurden bis zu 85 % der Wiedergaben von AI-Songs als betrügerisches Streaming erkannt.

Das bedeutet, dass "viele AI-Songs erstellt werden" und "Menschen wollen viele AI-Songs hören" nicht unbedingt dasselbe sind.

Wenn die Erzeugungskosten extrem sinken, wird Musik nicht nur zu einem "Werk", sondern auch zu "Daten, die massenproduziert werden können".

Wenn eine Person in der Lage ist, täglich Hunderte oder Tausende von AI-Songs zu generieren und diese automatisch an Streaming-Dienste zu verteilen, wird eine beispiellose Menge an Inhalten auf den Markt strömen.

Wenn dann auch noch automatisches Abspielen und Manipulation der Wiedergabezahlen durch Bots hinzukommen, wird es schwierig, zwischen wirklich von Menschen unterstützten Werken und solchen, die nur die Systemzahlen aufblasen, zu unterscheiden.

ARIA hat Bedenken hinsichtlich "menschlicher Kreativität" bei AI-Songs sowie hinsichtlich Streaming- und Chartmanipulationen geäußert, was auf diesen Hintergrund zurückzuführen ist.


Die globale Musikindustrie bewegt sich von "Verbot" zu "Kennzeichnung"

Betrachtet man nur die Entscheidung von ARIA, könnte es so aussehen, als ob die globale Musikindustrie AI-Musik ausschließen möchte.

In Wirklichkeit ist die Bewegung jedoch etwas komplexer.

Im Juli 2026 kündigten mehrere Musik- und Kreativverbände, darunter die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), RIAA, A2IM, WIN, IMPALA, Grammy-Organisationen und SAG-AFTRA, an, ein gemeinsames Kennzeichnungssystem für AI-generierte Aufnahmen einzuführen.

Auch hier wird zwischen "AI-Generated" und "AI-Assisted" unterschieden.

Der weltweite Trend geht also nicht in Richtung "alle AI-gestützten Werke zu löschen".

Stattdessen wird versucht, klarzustellen, in welchem Umfang AI beteiligt ist, damit die Hörer letztendlich selbst entscheiden können.

Spotify hat ebenfalls angekündigt, ab Mitte September 2026 in einigen Künstlerprofilen den Hinweis "AI Persona" einzuführen.

Dies zeigt nicht an, ob der Song selbst AI-generiert ist, sondern weist darauf hin, dass der Künstler, der im Profil menschlich erscheint, tatsächlich eine fiktive Figur ist, die von AI erstellt wurde.

Darüber hinaus hat Spotify angekündigt, dass AI Persona-Songs grundsätzlich nicht in redaktionelle Empfehlungen oder algorithmische Vorschläge aufgenommen werden, es sei denn, Nutzer zeigen aktives Interesse, indem sie den Künstler folgen.

Hier gibt es eine große Veränderung.

Bisher konnten Streaming-Dienste genutzt werden, um Musik zu hören, ohne sich tiefgehend Gedanken darüber zu machen, "wer singt".

Im AI-Zeitalter wird jedoch die Information, ob der Künstler real ist, ob die Stimme menschlich ist und in welchem Umfang AI den Song erstellt hat, zu einem Kriterium bei der Auswahl von Musik.

Wie bei der Angabe von Inhaltsstoffen bei Lebensmitteln könnte es in Zukunft selbstverständlich sein, dass auch bei Musik der "Produktionsprozess" angezeigt wird.


Auf Social Media wird die Entscheidung begrüßt, aber "wie zieht man die Grenze?"

Auf Social Media und in Online-Communities gibt es viele positive Stimmen zur Entscheidung von ARIA.

 

In der australischen Reddit-Community gibt es Reaktionen wie "es war die richtige Entscheidung", "hätte früher eingeführt werden sollen" und "es ist notwendig, um die Arbeit der Musiker zu schützen".

Noch interessanter ist jedoch die Frage, "wie man zwischen vollständig AI-generiert und AI-unterstützt unterscheidet".

Diskussionen wie "Kann man in die Charts kommen, wenn man nur ein wenig AI nutzt?", "Ist AI-Vocals nicht erlaubt, aber AI-Mixing schon?" oder "Wie behandelt man Songs, bei denen nur die Texte von AI stammen?" sind weit verbreitet.

In modernen Musikproduktionsprogrammen sind Funktionen wie Rauschunterdrückung, Tonhöhenkorrektur, Stem-Trennung und Mastering-Unterstützung, die AI und maschinelles Lernen nutzen, schnell alltäglich geworden.

Deshalb gibt es auch auf Social Media den Hinweis, dass eine einfache Regel "wenn AI auch nur teilweise genutzt wird, ist es verboten" die Realität der Musikproduktion unmöglich machen würde.

Auch in der internationalen Reddit-Community für J-POP wurde im Juli 2026 darüber diskutiert, ob AI-generierte Musik in der Community verboten werden sollte, und viele Nutzer unterstützten die Regulierung.

Dies ist keine Umfrage der öffentlichen Meinung in Japan, sondern nur eine Reaktion einer Online-Community von J-POP-Fans. Dennoch zeigt sich eine starke Besorgnis darüber, dass menschliche Künstler durch die massenhafte Veröffentlichung von AI-Werken in den Hintergrund gedrängt werden könnten.

Aus den Diskussionen auf Social Media geht hervor, dass viele Menschen nicht die AI-Technologie selbst ablehnen, sondern eher "dass AI-Werke ohne Kenntnis als menschliche Werke verbreitet werden" und "dass massenhaft generierte Werke menschliche Kreative verdrängen".


In Japan gibt es auch die besondere Situation der "Vocaloid-Kultur"

Betrachtet man den japanischen Musikmarkt, so unterscheiden sich die Gegebenheiten etwas von denen in Australien.

In Japan hat sich die VOCALOID-Kultur, angeführt von Hatsune Miku, über viele Jahre hinweg entwickelt.

Musik mit nicht-menschlichen Stimmen zu produzieren, ist keineswegs ein neues Phänomen.

In der Vocaloid-Kultur wird der Wert eines Werkes eher daran gemessen, welche Melodien, Texte, Abstimmungen, Videos und Welten der Komponist oder Vocaloid-Produzent geschaffen hat, als daran, "wer singt".

Deshalb sollte man generative AI-Musik nicht mit der traditionellen Sprachsynthesekultur verwechseln.

Werke, bei denen Menschen jeden Ton einzeln eingeben, Melodien komponieren, Texte schreiben und den Gesang feinabstimmen, unterscheiden sich grundlegend in der Struktur der menschlichen kreativen Beteiligung von Werken, bei denen AI den Großteil der Musik durch Eingabe von "80er-Jahre-J-POP-ähnlicher Trennungssong mit weiblichen Vocals" generiert.

Die ARIA-Regeln konzentrieren sich nicht darauf, ob mechanische Stimmen oder digitale Technologien verwendet werden, sondern darauf, "wer die Hauptteile des kreativen Prozesses erstellt hat".

Dieser Ansatz passt relativ gut zur japanischen Musikkultur.


Auch JASRAC verwendet "menschliche kreative Beiträge" als Kriterium

Ähnliche Überlegungen gibt es bereits in Japan.

JASRAC hat in seinen 2026 aktualisierten Richtlinien zur "Behandlung von Werken unter Nutzung von AI" festgelegt, dass Werke, bei denen "menschliche kreative Beiträge" anerkannt werden, verwaltet werden.

Einfach von AI selbstständig generierte Texte oder Musik, die keine menschlichen kreativen Beiträge aufweisen, gelten nicht als urheberrechtlich geschützt und werden nicht verwaltet.

Für Fälle, in denen AI und menschliche Kreativität gemischt sind, wie z.B. wenn nur die Texte von AI generiert werden und die Musik von Menschen stammt, gibt es spezielle Regelungen.

Natürlich beziehen sich die JASRAC-Richtlinien auf das Urheberrechtsmanagement und nicht auf die Teilnahmeberechtigung in den ARIA-Charts.

Beiden gemeinsam ist jedoch, dass nicht die "Nutzung von AI" als solche, sondern das Ausmaß der "menschlichen Kreativität" ein wichtiges Kriterium ist.

Dies könnte ein wichtiger Hinweis sein, wenn in Japan in Zukunft Regeln für AI-Musik entwickelt werden.


Auch die japanischen Musikcharts werden mit demselben Problem konfrontiert

In Japan ist es nicht ungewöhnlich, dass unbekannte Künstler dank Streaming, YouTube oder TikTok innerhalb kurzer Zeit große Hits landen.

Dies war eine bedeutende Veränderung, die die Musikindustrie demokratisiert hat.

Auch ohne Plattenvertrag können Einzelpersonen ihre Musik weltweit verbreiten.

Generative AI wird diesen Trend weiter beschleunigen.

Auch ohne Instrumente spielen zu können, ohne gut singen zu können oder ohne teure Studios mieten zu müssen, kann man mit einer Idee Musik machen.

In diesem Sinne hat AI-Musik das Potenzial, neue Kreative hervorzubringen.

Wenn jedoch die Produktionskosten nahezu null erreichen, besteht die Gefahr, dass "derjenige gewinnt, der am meisten produziert".

Wenn menschliche Künstler sechs Monate brauchen, um ein Album mit zehn Songs zu erstellen, während ein Unternehmen mit AI täglich 1.000 Songs veröffentlichen kann, wird es schwierig, mit den bisherigen Regeln einen fairen Wettbewerb aufrechtzuerhalten.

Wenn Suchergebnisse, Empfehlungslisten und Rankings mit AI-generierten Inhalten gefüllt sind, könnten die größten Auswirkungen nicht auf berühmte Künstler, sondern auf neue und unabhängige Musiker, die versuchen, Fans

Ähnliche Artikel

Zur Startseite